Gesetzeslücke

Seit 1992 gibt es erste Hinweise auf Cum-Cum Geschäfte, spätestens seit 2002 ist die Bundesregierung durch den Bankenverband über Cum-Ex Geschäfte informiert. Der Bankenverband liefert gleich eine Lösung mit, die 2007 in das Jahressteuergesetz miteinfließt. Dann erst geht die Party richtig los und erreicht 2010 ihren Höhepunkt. Erst 2012 wird eine Gesetzeslücke gestopft und Cum-Ex ist nun offenbar nicht mehr möglich. 2014 folgt ein Urteil des Bundesfinanzhofs, welches Cum-Ex auch unter der alten Rechtslage als illegal auszeichnet. Seit 2016 wurden auch Cum-Cum Geschäfte eingeschränkt. Warum das so lange gedauert hat? Weil die Gangster in Nadelstreifen intensive Lobbyarbeit machen. Und, weil das Steuerrecht mittlerweile so komplex ist. So fragt der Staat die Füchse, wie man den Hühnerstall verriegelt, damit sie nicht mehr hineinkommen, berichtet ein Insider. Cum-Fake Geschäfte wurden von der US-Börsenaufsicht SEC geahndet, scheinen aber immer noch möglich.