Nadelstreifen

Kriminelle stellt man sich mit Sturmmasken vor. Die Gangster, die in Cum-Ex, Cum-Cum und Cum-Fake Geschäfte verwickelt sind, tragen Nadelstreifen: Es sind Banker, Händler an Finanzmärkten und Anwälte. Banken haben riesige Kredite lockergemacht, um Cum-Deals einzutüten. Sie haben so mitverdient – so zum Beispiel die Warburg Bank in Hamburg. Händler haben Geld von Investoren und Banken eingetrieben und die schmutzigen Deals angeboten. Anwälte, so wie Hanno Berger, haben Rechtsgutachten erstellt, die die Geschäfte als legal auswiesen. Ein Insider spricht von „organisierter Kriminalität in Nadelstreifen“. Um solche Raubzüge in Zukunft zu verhindern, müssen Finanzaufsicht wie Steuerbehörden endlich durchgreifen. Gangster in Nadelstreifen gehören hinter schwedische Gardinen.